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Die Prävention von Krebserkrankungen ist ein wesentliches Ziel der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft. In diesem Bereich gab es in den vergangenen Jahren unzählige Forschungsprojekte mit neuen Erkenntnissen, wie wir Krebs und anderen Erkrankungen langfristig vorbeugen können.

Mit Informationsmaterialien und Aufklärungskampagnen möchten wir an dieser Stelle für einen gesundheitsbewussten Lebensstil werben und dazu ermutigen, an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen.

Sunpass – gesunder Sonnenspaß für Kinder!

Die Zahl der Hautkrebsneuerkrankungen in Deutschland nimmt stetig zu. Sonnenbrände in der Kindheit sind ein Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs, weil Kinderhaut besonders empfindlich ist und die hauteigenen Schutzmechanismen noch nicht vollständig entwickelt sind.

Deshalb hat die Europäische Hautkrebsstiftung (ESCF) 2012 das Projekt „SunPass“ ins Leben gerufen.

Ziele der Kampagne sind es

  • die UV-Belastung für Kinder in Kindertagesstätten zu reduzieren,
  • das Bewusstsein von pädagogischen Fachkräften und Eltern zum Thema zu stärken und
  • langfristig die Zahl der Hautkrebsneuerkrankungen zu senken.

Im Rahmen des Projektes schulen wir Eltern und pädagogische Fachkräfte zum richtigen Umgang mit der Sonne und bringen Informationsmaterial zum Aufbereiten des Themas in der Kita mit. Nach Umsetzung der wichtigsten Sonnenschutzmaßnahmen zeichnen wir die Einrichtung mit dem „SunPass“ aus.

Im Jahr 2017 konnten wir in 11 Kindertagesstätten 157 pädagogische Fachkräfte sowie 909 Kinder und deren Eltern mit dem Projekt erreichen.

Möchten auch Sie mit Ihrem Kindergarten an dem kostenfreien Projekt teilnehmen? Sprechen Sie uns gerne an und informieren Sie sich!

Projektleiterin SunPass
Wienke Voß
0431-800 10 85
voss@krebsgesellschaft-sh.de

Der Krebs-Vorsorgepass für Männer und Frauen

In Schleswig-Holstein erkranken jährlich 19.000 Menschen neu an Krebs. Wird Krebs früh erkannt, ist er in vielen Fällen heilbar – doch bisher nutzen nur etwa 50% der Frauen und 20% der Männer die Angebote der Krankenkassen. Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft hat daher für alle Frauen und Männer in Schleswig-Holstein einen Vorsorgepass zur Früherkennung von Krebs entwickelt. Mit dem Vorsorgepass wollen wir auf das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm aufmerksam machen und mehr Menschen zu einer Teilnahme motivieren.

Der Vorsorgepass gibt einen Überblick über das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm sowie über weitere medizinisch sinnvolle Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung. Gleichzeitig bietet er den Versicherten und Ärzten die Möglichkeit, die Teilnahme an den Maßnahmen langfristig zu dokumentieren und erinnert darüber hinaus an den nächsten Untersuchungstermin.

Realisiert werden konnte das Projekt durch die finanzielle Unterstützung der schleswig-holsteinischen Sparkassen.

Hier können Sie den Vorsorgepass bestellen oder downloaden

Gesetzliche Früherkennungsuntersuchungen für Frauen

Alter Untersuchung zur Krebsfrüherkennung
20 Jährliche Untersuchung des inneren und äußeren Genitals mit Abstrich vom Gebärmutterhals und –mund.
30 Jährliche Tastuntersuchung der Brüste und Achselhöhlen durch den Arzt bzw. die Ärztin, einschließlich Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust.
35 Alle zwei Jahre Ganzkörperuntersuchung der Haut.
50 – 55 Jährlicher Test auf verborgenes Blut im Stuhl.
55 Insgesamt zwei Darmspiegelungen im Abstand von mindestens 10 Jahren oder alle zwei Jahre Test auf verborgenes Blut im Stuhl.
50 – 70 Alle zwei Jahre Röntgen-Untersuchung der Brust (Mammografie-Screening).

Gesetzliche Früherkennungsuntersuchungen für Männer

Alter Untersuchung zur Krebsfrüherkennung
35 Alle zwei Jahre Ganzkörperuntersuchung der Haut.
45 Jährliche Tastuntersuchung des Enddarms mit Abtasten der Prostata sowie Inspektion des äußeren Genitals.
50 – 55 Jährlicher Test auf verborgenes Blut im Stuhl.
55 Insgesamt zwei Darmspiegelungen im Abstand von mindestens 10 Jahren oder alle zwei Jahre Test auf verborgenes Blut im Stuhl.

Der Europäische Kodex zur Krebsbekämpfung ist eine Zusammenfassung aller Maßnahmen, die zu einer Senkung des persönlichen Krebsrisikos beitragen. Er wurde 1987 auf Initiative der Europäischen Kommission veröffentlicht und seitdem anhand der neusten onkologischen Forschungsergebnisse stetig weiterentwickelt.

1. Rauchen Sie nicht. Verzichten Sie auf jeglichen Tabakkonsum.

2. Sorgen Sie für ein rauchfreies Zuhause. Unterstützen Sie rauchfreie Arbeitsplätze.

3. Legen Sie Wert auf ein gesundes Körpergewicht.

4. Sorgen Sie für regelmäßige Bewegung im Alltag. Verbringen Sie weniger Zeit im Sitzen.

5. Ernähren Sie sich gesund:

  • Essen Sie häufig Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse.
  • Schränken Sie Ihre Ernährung mit kalorienreichen Nahrungsmitteln ein (hoher Fett-
    oder Zuckergehalt) und vermeiden Sie zuckerhaltige Getränke.
  • Vermeiden Sie industriell verarbeitetes Fleisch; essen Sie weniger rotes Fleisch und salzreiche Lebensmittel.

6. Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum. Der völlige Verzicht auf Alkohol ist noch besser für die Verringerung Ihres Krebsrisikos.

7. Vermeiden Sie zu viel Sonnenstrahlung, insbesondere bei Kindern. Achten Sie auf ausreichenden Sonnenschutz. Gehen Sie nicht ins Solarium.

8. Schützen Sie sich am Arbeitsplatz vor krebserregenden Stoffen, indem Sie die Sicherheitsvorschriften befolgen.

9. Finden Sie heraus, ob Sie in Ihrem Zuhause einer erhöhten Strahlenbelastung durch natürlich vorkommendes Radon ausgesetzt sind. Falls ja, ergreifen Sie Maßnahmen zur Senkung dieser hohen Radonwerte.

10. Für Frauen.

  • Stillen senkt das Krebsrisiko bei Müttern. Falls möglich, stillen Sie Ihr Kind.
  • Hormonersatztherapien erhöhen das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen. Nehmen Sie Hormonersatztherapien möglichst wenig in Anspruch.

11. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder an Impfprogrammen teilnehmen gegen:

  • Hepatitis B (Neugeborene)
  • Humanes Papillomavirus (HPV) (Mädchen).

12. Nehmen Sie an bestehenden Krebsfrüherkennungs- und Screening Programmen teil:

  • Darmkrebs (Männer und Frauen)
  • Brustkrebs (Frauen)
  • Gebärmutterhalskrebs (Frauen).

Informationen zu den einzelnen Empfehlungen finden Sie hier.

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